Konferenzeindrücke

19 Vorträge und ein paar Erholungstage später ein kurzes Resümee vom Orga-Team: Wir sind noch immer begeistert!

Begeisterungsfaktor 1: Der Inhalt.
Die Vorträge haben eine große Bandbreite an Herangehensweisen und Fragestellungen aufgezeigt, die von Mystikern*, wie S. Juan de la Cruz, bis zu IMG_20150831_144157Gegenwartsautor_innen, wie Charlotte Roche, gereicht hat. Aber auch medienspezifische Beiträge zu Bildwiederholraten, die von der Industrie und nicht vom Auge vorgegeben werden,  akademische Normbiografien und Kritik an Bildungs- und pädagogischen Standards haben uns herausgefordert und neugierig gemacht auf mehr …

 

Begeisterungsfaktor 2: Die Menschen.
Eines unser großen Anliegen war die Konferenz so safe wie möglich zu gestalten und das ist uns, dank aller Teilnehmenden, auch gelungen. Wir vom Orga-Team glauben, dass sich alle wohl gefühlt haben u20150905_140122nd keine oder nur wenig Angst davor hatten, kritische Fragen zu stellen. Wir danken an dieser Stelle allen Vortragendenden und Gäst_innen ganz herzlich für die konstruktiven Diskussionen!

 

Begeisterungsfaktor 3: Die Lesung.IMG_8549_1_small
Lilly Axster hat aus der Schublade gelesen und mutig ein Romanfragment präsentiert – obwohl noch gar nicht klar ist, ob es ein Roman werden wird.  Damit hat Lilly Axster den Zuhörenden einen Einblick in den Entstehungsprozess eines Textes geliefert, was anschließend an die Lesung zu einer spannenden Diskussion zwischen Autorin*, Verleger_innen und Literaturwissenschafter_innen geführt hat.

 

Begeisterungsfaktor 4: Die Spendenbereitschaft.
20150905_183515Wir vom Orga-Team haben während der Konferenz mehrmals darauf hingewiesen, dass derzeit Menschen auf der Flucht sind – während wir* uns in einem elitären Elfenbeinturm versammelt hatten.  Alle Anwesenden wurden deswegen dazu aufgerufen zur Demo zu gehen und Geld zu spenden und wir vom Orga-Team konnten schließlich dem Team am Hauptbahnhof 150 € überreichen, die für Tickets, Essen und was sonst noch notwendig war, verwendet wurden. Danke dafür!

 

Nun liegt es an uns, die Abrechnung durchzuführen und weiter zu denken – das Abenteuer Buchpublikation steht uns bevor! Wie, was, wann und wer folgt.

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Konferenz als Safer Space

Im Vorfeld der Konferenz haben wir, vom Orga-Team, überlegt, dass wir gemeinsam mit den Teilnehmenden einen Raum schaffen möchten, der möglichst frei von Diskriminierungen und Übergriffen ist. Wir sind uns bewusst, dass es „nur“ ein Safer-Space sein kann, möchten jedoch durch unsere Policy, die ihr hier in vollständiger Form findet, und die Mitarbeit aller Teilnehmenden drei spannende Tage verbringen bei denen sich möglichst viele wohlfühlen.

Achtet auf eure Worte! Sprache kann sehr verletzend sein!

Wir tolerieren keine diskriminierenden Aussagen sowie jegliche Unterdrückungsmechanismen, wie Rassismen, Sexismen, Ableismen, Inter- und Trans*phobie, Klassismen, Lookismen, Heterosexismen etc.

Wenn du unsicher bist, wie du eine Person anreden sollst: Frag nach!

Wenn du sichtbar machen möchtest, welches Pronomen in deinem Zusammenhang verwendet werden soll oder wenn du möchtest, dass kein Pronomen verwendet wird, empfehlen wir dir, beim Infotisch einen Aufkleber zu holen.

Wenn dir etwas Unangenehmes passiert oder du eine für eine andere Person unangenehme Situation beobachtest, dann komm bitte zum Orga-Team!

Kinderbetreuung abgesagt

Von Anfang an war es uns, dem Orga-Team, ein großes Anliegen die Konferenz so inklusiv wie möglich zu organisieren. Dazu zählt für uns nicht nur das Formulieren und Leben einer Policy, die Auswahl barrierefrei zugänglicher Räume und die Übersetzung der Keynote in ÖGS, sondern auch das Anbieten von Kinderbetreuung. Dazu haben wir die Flying Nannys angeschrieben, die uns kompetent unterstützten und ein für uns faires Angebot erstellt haben. Da diese Organisation jedoch genauso wie wir im Voraus planen muss, mussten wir eine Deadline für die Anmeldung setzen, die nun überschritten wurde.

Leider hat trotz mehrmaliger Bewerbung  nur eine Person auf unser Angebot reagiert , die an einem Konferenztag für zwei Kinder eine Betreuungsmöglichkeit gesucht hat. Da das Konzept der Flying Nannys auf mehrere Kinder ausgerichtet ist und wir unsere Budgetplanung immer im Blick behalten müssen, haben wir uns dazu entschlossen die Kinderbetreuung abzusagen. Wir sind mit der Person, die Kinder zu betreuen hat, im Kontakt und werden ihr – falls sie dies benötigt – die Kosten für eine externe Betreuungsperson voll erstatten. Uns erscheint dies als ein guter Kompromiss.

Da wir vom Institut für Germanistik für die beiden Konferenztage zwei Räume zugesichert bekommen haben, werden wir jenen Raum, der für die Kinderbetreuung geplant war, als Buffet- und Ruheraum deklarieren. Dieser kann auch während der einzelnen Panels von allen Menschen genutzt werden, die sich zurückziehen möchten.

Flyer und Poster

Vielleicht habt ihr es ja schon entdeckt – wir vom Orga-Team sind gerade fleißig dabei unsere Plakate und Flyer in Wien zu verteilen. Wenn ihr auch euer Institut, euer Lieblingscafé oder die Buchhandlung eures Vertrauens damit schmücken wollt, dann nehmt doch bitte Kontakt mit uns auf!

Und nicht vergessen: Bis zum 26.07.2015 um Kinderbetreuung anmelden!

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Programm veröffentlicht – Anmeldung eröffnet

Das Programm ist online! 🙂

Die Konferenz startet am 03.09.2015 mit einer Keynote von Eveline Kilian. Am 04. und 05.09.2015 finden insgesamt 23 Vorträge von Nachwuchswissenschafter_innen statt, die sich u.a. mit ScienceFiction, Liebe, Pädagogik, Literatur und Film beschäftigen. Das Programm kann hier angesehen und als pdf runtergeladen werden.

UND: Die Anmeldung ist hiermit ebenfalls eröffnet! 🙂

Um abschätzen zu können wie viele Kinder betreut werden sollen, welchen Barrieren wir gemeinsam abbauen können und einen Überblick über die Teilnehmendenzahl gewinnen, bitten wir um Anmeldung bis zum 27.07.2016. Zum Anmeldeformular geht es hier.

Und die Auswahl, die fiel schwer…

So eine Konferenz zu organisieren stellt ja immer ein gewisses Wagnis dar. Werden Menschen einreichen? Und wenn ja, was? Werden wir überhaupt genügend Einreichungen bekommen, um eine Konferenz veranstalten zu können? Zu unserem großem Glück und unserer noch größeren Freude mussten wir uns nicht lange mit diesen Bedenken herumschlagen, haben wir doch insgesamt 45 Einreichungen erhalten – deutlich mehr als an zwei Konferenztagen Platz haben. Wir vom Organisationsteam haben uns daher an den schwierigen Prozess des Auswählens gemacht und bereits auch alle Einreichenden verständigt. An dieser Stelle nochmals Danke an alle Einreichenden! Und wir hoffen trotzdem einige, die wir nicht ins Programm aufnehmen konnten, auf der Konferenz begrüßen zu dürfen. Weiterlesen